Neulich verweigerte also der alte Blechtoaster mit 70er-Jahre-Design seine angestammte Aufgabe, das Brot zu bräunen. Es wurde nur noch schwarz.

Der Toaster kam in den Keller, wir in den Saturn.

Beim Anblick des Toasterregals überkommt einen leicht ein Gefühl der Überforderung. Eine unendlich lange Reihe von Geräten steht in einem unendlich langen Regal. Jedes mit anderem Design, anderen Funktionen, anderem Preis.
„… ich wollte doch nur einen Toaster, der mir mein Brot toastet…“

Der einzige Lichtblick: Die Geräte sind nach Preis sortiert. Aus der einen Richtung kommend marschiert man vorbei an pinkfarbenen Toastern mit schrägem Auswurf, Ausführungen in gebürstetem Edelstahl mit 10 Knöpfen, klappbaren Multifunktionsgeräten mit Grill und so weiter und so fort, bis wir also bei 25 Euro ankamen. Aber auch da gab es noch Varianten zur Auswahl: ein extra Auftauknopf? Beleuchtete Tasten? Eine Mechanik, die das Brot beim Toasten festklemmt? Diverse Formen und Farben von Brötchenhaltern und Runterdrückschaltern…
Dabei wollte ich doch nur einen Toaster. Am besten einen, der aussieht wie ein Toaster.
Einigten wir uns also nach großem Rätselraten auf dieses Kriterium: Welcher Toaster fühlt sich beim Runterdrücken des Runterdrückteils am wenigsten klapprig an?
So landeten wir bei Tefal express metallic. Es hätte auch jeder andere sein können.

Also liebe Toasterproduktmanager, ich hätte gern einen Toaster, der prototypisch aussieht. Den ich anschaue und denke: ja, das sieht aus wie ein Toaster. Kann ja auch ein altmodisches, einfaches Design sein, ohne beleuchtete Knöpfe.
Und liebe Saturnwareneinkäufer: Ich will gar nicht so viel Auswahl. Das ist mir zu stressig. Zwei Geräte pro Preisklasse sind vollkommen ausreichend.

Also mal sehen, wie in 20 Jahren das Toasterangebot ist. Expressbräunung? Automatische Brotanalyse mit kalorienreduzierender Schontoastung?
Oder back to the roots? Ich würde es begrüßen.