Heute morgen stellte sich mir am Frühstückstisch eine unerwartete Herausforderung.
Der Käse war anders verpackt. Und wie.

Dieser heißt Saint Albray, erworben an der Frischetheke im Rewe. Schmeckt ein bißchen wie Camembert, ist aber fester und milder.

Bisher waren die Stücken immer in Frischhaltefolie eingewickelt, und auf der Seite, wo die Folie zuende ist, war das Ettikett draufgeklebt. Das war schlecht zu öffnen und ein Ärgernis. Beim Versuch, das Etikett abzuziehen, zerrupfte man die Folie in kleine Stückchen, zerdrückte dabei den Käse und bematschte sich die Finger. Und das zum Frühstück.

Jetzt also eine neue Verpackung. Festeres Plastik. Verwirrung. Obenauf ein Schildchen: „Jetzt leichter zu öffnen!“ Und dazu viele kleine Pfeile in einer Reihe. Hm. An den Pfeilen auf dem Schild kann man nicht ziehen. Nähere Betrachtung der Verpackung: überall auf der Packung sind kleine Pfeile verstreut.

Einer der Pfeile ist auf einem Hubbel, der so aussieht wie ein Fehler beim Einschweißen. Aber man kann wenigstens anfassen. Auf gut Glück ziehe ich an dem Hubbel. Es geht. Ich ziehe weiter, um die Ecke, um die andere Ecke, um die Oberseite. Auf wundersame Weise entblättert sich der Käse. Wie habe ich das gemacht? Wie haben DIE das gemacht? Bleibt noch übrig ein Stück festes Plastik, das auf die Schnittkante des Käsestücks gelegt ist. Wahrscheinlich zur Stabilisierung. Habe das Gefühl mit einem Glückstreffer per Pfeil und Bogen einen ausgewachsenen Elch erlegt zu haben. Oder etwas ähnlich heldenhaftes vollbracht.

Der Käse schmeckt übrigens sehr gut mit Feigensenfsoße.